Abwärme

Als Abwärme bezeichnet man Wärme, die in allen Energieanlagen bei der Energieumwandlung entsteht. Diese Wärme kann z. B. noch für Heizzwecke nutzbar gemacht werden (siehe Kraft-Wärme-Kopplung bzw. Blockheizkraftwerk). Das „Abwärmenutzungsgebot“ von 1991 verpflichtet die Betreiber von Energieerzeugungsanlagen sogar dazu, die Abwärme zu nutzen und/oder an Dritte abzugeben.

Ausgleichsenergie

Alle Stromhändler müssen Prognosen darüber abgeben, wie viel Strom ihre Kunden am nächsten Tag verbrauchen werden. Und zwar nicht nur in Summe, sondern für jede Tageszeit, gemessen in Viertelstundenintervallen. Die Stromhändler müssen also beispielsweise vorhersagen, wie viel Strom die Kunden um 9:15 Uhr verbrauchen, wie viel um 14:30 Uhr oder um 21:00 Uhr. Entsprechend dieser Prognose kaufen sie dann ihren Strom ein. Wenn Prognose und tatsächlicher Stromverbrauch voneinander abweichen, muss die Differenz ausgeglichen werden. Das gleiche gilt für die Seite der Stromerzeugung, was besonders bei fluktuierenden und damit schwerer prognostizierbaren Erzeugungsanlagen, wie Windkraft und Photovoltaik, eine besondere Herausforderung darstellt.

Dabei geht es erstens um die physikalische Ebene, d. h. um den Ausgleich von Spannungsschwankungen im Stromnetz. Dies geschieht durch das Bereitstellen von positiver oder negativer Regelleistung, d. h. durch das Hochfahren oder Drosseln von Kraftwerkskapazitäten oder großen Verbrauchern, wie z. B. Stahlwerken.

Zweitens geht es um die wirtschaftliche bzw. bilanzielle Ebene – schließlich muss immer korrekt verzeichnet sein, welcher Stromhändler wie viel Strom gekauft und an seine Kunden geliefert hat. Um die Bilanz gekauften und verkauften Stroms bei Prognoseabweichungen auszugleichen, stellen die Stromnetzbetreiber den Stromhändlern Ausgleichsenergie in Rechnung.

Ausgleichsenergie und Regelleistung sind also fast zwei Seiten einer Medaille. Warum nur „fast“? Da es häufig vorkommt, dass sich die Fehlplanung des einen Stromhändlers mit der Fehlplanung eines anderen ausgleicht, wird Regelleistung nur in dem Ausmaß notwendig, in dem dieser Ausgleich zwischen den Händlern nicht ausreicht. Die Ausgleichsenergie wird jedoch bei jeder Prognoseabweichung berechnet – auch dann, wenn durch Prognoseabweichungen anderer Händler die Spannung stabil bleibt und gar keine Regelleistung bereitgestellt werden muss. Das ist logisch, denn der Strom wird anders auf die Händler bzw. deren Kunden verteilt, als vorher in den Prognosen angegeben wurde.

Inhalte werden geladen ..